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Kinderkrankheiten – diese Kinderkrankheiten sollten alle Eltern kennen
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Kinderkrankheiten – diese Kinderkrankheiten sollten alle Eltern kennen

Ein rotes Pünktchen auf dem Rücken, ein Bläschen auf der Hand oder eine heiße Stirn: Ist man für ein anderes Lebewesen verantwortlich, macht einem manchmal jede noch so kleine Auffälligkeit oder Veränderung des äußeren Erscheinungsbilds oder Gemütszustands Kopfzerbrechen.

Vor allem, wenn dein Baby noch sehr jung ist und es noch nicht sagen kann, wie es ihm geht oder was ihm wehtut, solltest du dich unbedingt über bekannte Kinderkrankheiten informieren, um im Ernstfall, wenn dein Kind krank ist, schnell reagieren zu können. Wir geben dir eine Übersicht über die häufigsten Erkrankungen im Kindesalter

Die häufigsten Kinderkrankheiten im Überblick

  • Masern
  • Röteln
  • Ringelröteln
  • Mumps
  • Scharlach
  • Keuchhusten
  • Pseudokrupp
  • Feuchtblattern
  • Dreitagefieber

Masern

Erkrankt dein Kind an Masern, wirst du zuallererst grippeähnliche Symptome wie Fieber, Schnupfen und Halsschmerzen wahrnehmen. Auch trockener Husten kann ein anfängliches Anzeichen dafür sein, dass dein Kind mit dieser Krankheit zu kämpfen hat. Wirkt dein Kind zusätzlich auch noch sehr müde, erschöpft sowie abgeschlagen und klagt es über Kopf- und Bauchschmerzen, solltest du besonders aufmerksam beobachten, ob sich auch sein äußeres Erscheinungsbild verändert. Zuerst wirst du rot umrandete weiße Flecken an der Wangenschleimhaut erkennen können. Mit steigendem Fieber nimmt dann die Entzündung im Mund- und Rachenraum zu. In Folge kann das Fieber kurzzeitig absinken.

Der typische Hautausschlag tritt auf. Meist zeigen sich die hellroten Punkte zuerst hinter den Ohren. Danach breiten sie sich über das Gesicht und schließlich den gesamten Körper aus. Einzig auf den Handflächen und Fußsohlen sind sie nicht zu sehen.
Sind die Masern wieder am Abklingen, färben sich die Flecken und werden bräunlich oder violett. Zu diesem Zeitpunkt sollten sich auch die anderen Beschwerden bessern.

Röteln

Ein Kind, das sich mit Röteln angesteckt hat, bekommt einen Ausschlag, der sich zuerst vorrangig hinter den Ohren oder im Gesicht zeigt. Die roten Flecken sind meist leicht erhaben, kleiner als bei einer Masernerkrankung und verschmelzen nicht miteinander. In Folge breiten sie sich über den restlichen Körper aus.

Hinzu kommen oftmals erhöhte Temperatur, eine Schwellung der Lymphknoten oder eine Bindehautentzündung. Auch eine Entzündung der oberen Luftwege ist im Falle einer Erkrankung mit dem Rubella-Virus nicht ungewöhnlich.

Während diese Viruserkrankung bei Kindern meist problemlos verläuft, kann sie bei Schwangeren schwerwiegende Folgen nach sich ziehen. Der Kontakt zu Schwangeren sollte aus diesem Grund vermieden werden.

Ringelröteln

Der Name dieser Kinderkrankheit sorgt oftmals für Verwirrung. Die Verwechslung mit den echten Röteln liegt nahe, ist jedoch, wenn man sich die beiden Erkrankungen im Detail ansieht, unbegründet.
Erkrankt dein Kind an Ringelröteln, wird dir vermutlich zuallererst eine Rötung im Bereich der Wangen und der Nase auffallen. Charakteristischerweise ist diese schmetterlingsförmig. Mit dieser großflächigen Hautrötung geht oftmals ein Juckreiz einher. Es folgt eine Rötung der Haut an den Armen und Beinen. Die Flecken werden schließlich zu blassen, roten Ringen und verschwinden wieder. Stress, Hitze, Sonne und körperliche Anstrengung können den Ausschlag erneut hervorrufen.
Neben dem charakteristischen Ausschlag kann dein Kind auch noch fiebern, frieren und über Kopf- beziehungsweise Muskelschmerzen klagen.


Da es vorkommt, dass der Ausschlag sich gar nicht zeigt, werden Ringelröteln manchmal mit einem grippalen Infekt verwechselt. Auch der umgekehrte Fall – nämlich dass dein Kind einen Ausschlag bekommt, ohne weitere Symptome zu zeigen – kann eintreten. In diesem Fall denken viele fälschlicherweise zuerst an eine allergische Reaktion.

Mumps

Die ersten Anzeichen bei einer Mumps-Erkrankung sind Müdigkeit und Abgeschlagenheit. Charakteristischerweise zeigt sich in Folge eine Schwellung der Ohrspeicheldrüse, welche die bekannten Hamsterbacken hervorruft und die Ohrläppchen abstehen lässt. Teilweise kann die Schwellung zu Ohrenschmerzen führen, da sie auf die Gehörgänge drückt. Außerdem kann es sein, dass das Drehen des Kopfes, das Bewegen des Kiefers oder das Kauen Schmerzen hervorruft. Ziegenpeter, wie Mumps auch genannt wird, dauert in der Regel etwa zwei Wochen. Hat dein Kind die Mumps-Erkrankung erst einmal überstanden, ist es sein Leben lang gegen diese Infektion geschützt.

Scharlach

Halsschmerzen, Fieber und Kopfschmerzen können erste Anzeichen dafür sein, dass dein Kind mit Scharlach zu kämpfen hat. Auch Gliederschmerzen und Schluckbeschwerden können mit dieser Kinderkrankheit einhergehen.


Durch das schnell ansteigende Fieber wirkt dein Kind vermutlich sehr abgeschlagen. Die Schwellung des Rachenraums zieht die Lymphknoten und Mandeln in Mitleidenschaft. Ein weißer Belag macht sich auf den Mandeln und auf der Zunge bemerkbar. Nachdem dieser verschwindet, wirkt die Zunge knallrot. Aus diesem Grund spricht man hierbei von der typischen Himbeerzunge.
Scharlach geht auch mit einem charakteristischen Hautausschlag einher. Es bilden sich nach etwa zwei bis vier Tagen winzige hellrote Pünktchen, die wie kleine Pickel aussehen. Vor allem im Bereich der Achseln und der Leiste nimmt der Ausschlag seinen Anfang. Er breitet sich über den gesamten Körper aus. Lediglich die Hautpartien um den Mund bleiben davon verschont, was dazu führt, dass dein Kind aussieht, als hätte es einen Milchbart.


Nach Abklingen der Symptome kommt es verstärkt zu einer schuppigen Haut auf den Handflächen und Fußsohlen.

Keuchhusten

Bei Keuchhusten klingt der Husten nicht nach einer Woche langsam wieder ab, wie dies oftmals bei einem normalen Husten der Fall ist, sondern er nimmt an Intensität zu.

In der Regel ist der Krankheitsverlauf durch drei Phasen, die sich insgesamt über mehrere Wochen bis hin zu einem Vierteljahr erstrecken können, gekennzeichnet. Die anfänglichen Symptome, etwa Schnupfen, leichter Husten und zeitweise Heiserkeit, erwecken meist noch nicht viel Aufmerksamkeit. Die klassischen Erkältungssymptome werden jedoch teilweise von leichtem Fieber und einer Bindehautentzündung begleitet. Auch dabei denken sich die meisten Eltern noch nicht viel, da Symptome wie diese vor allem bei jungen Kindern nicht ungewöhnlich sind.

Erst durch das längere Anhalten und Wiederauftreten dieser Anzeichen sowie den darauf folgenden „echten“ Keuchhusten wird vielen die Ernsthaftigkeit der Erkrankung bewusst. Der Keuchhusten, bei dem das Kind über mehrere Wochen hinweg krampfartige Hustenanfälle bekommt, kann so weit gehen, dass das erkrankte Kind Atemnot bekommt. Ein Hustenanfall endet oftmals mit einem keuchenden Geräusch beim Einatmen. Dieses tritt durch einen Krampf im Kehlkopf auf. Der Husten kann so stark werden, dass er zu Erbrechen führt. Die Anfälle, die meist nachts häufiger auftreten als untertags, werden teilweise durch psychische Belastung oder körperliche Anstrengung verstärkt. Schlaflosigkeit und Appetitlosigkeit sind eine häufige Begleiterscheinung bei Keuchhusten. Auch in der dritten und letzten Phase kann es noch wiederholt zu Hustenanfällen kommen, die Häufigkeit ihres Auftretens nimmt jedoch langsam ab.

Pseudokrupp

Beim Pseudokrupp, der nicht mit einem echten Krupp, Keuchhusten oder einer Entzündung des Kehlkopfs im Falle einer Diphtherie verwechselt werden darf, kommt es zu einem plötzlichen bellenden Husten. Diesem auffälligen Husten, der meist in den Nachtstunden auftritt, gehen meist Schnupfen, Fieber oder allgemeine Erschöpfung voraus. Er zeigt sich vor allem bei Kindern bis zum dritten Lebensjahr. Ein paar Stunden nachdem du dein Kind zu Bett gebracht hast, kann sich der typische Husten zuallererst bemerkbar machen. Da er meist zu Atemnot führt und aufgrund dessen Panik auslöst, ist es wichtig, schnell und trotzdem nach Möglichkeit ruhig zu reagieren. Kalte Luft kann bei Atemnot schnell Abhilfe schaffen. Öffne dazu das Fenster oder gehe mit deinem Kind ins Freie. Auch das Einatmen der kühlen Luft des Kühlschranks kann hilfreich sein. Da es sich hierbei oftmals um einen Notfall handelt, bei dem die Zeit eine entscheidende Rolle spielt, solltest du, sofern akute Atemnot besteht, nicht zögern, umgehend die Rettung zu rufen.

Feuchtblattern

Windpocken, Schafblattern oder Varizellen, wie Feuchtblattern auch gerne genannt werden, treten am häufigsten im Alter zwischen zwei und sechs Jahren auf. Die Krankheit wird teilweise von Fieber begleitet. Die Intensität des charakteristischen Ausschlags ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Die mit Flüssigkeit gefüllten Bläschen werden meist von einem starken Juckreiz begleitet. Auch die Schleimhäute im Bereich des Mundes, der Augen und der Genitalien können betroffen sein. Das Auftreten der rot umrandeten Bläschen erfolgt in Schüben. Nach ein paar Tagen trocknen in der Regel alle Bläschen ab und verkrusten.

Dreitagefieber

Diese Kinderkrankheit kann bis zum dritten Lebensjahr auftreten. Ihr Verlauf ist in der Regel problemlos, es gibt jedoch Hinweise dafür, dass die Wahrscheinlichkeit eines Fieberkrampfs beim Dreitagefieber erhöht ist.
Normalerweise fiebern die betroffenen Kinder zu Beginn der Krankheit mindestens drei Tage lang sehr hoch. Nach Abklingen des Fiebers erscheint ein Hautausschlag im Bereich des Nackens und des Rumpfes. Die feinen, blassen Punkte verschwinden meist bereits nach ein paar Tagen wieder.

Die Liste der Erkrankungen im Kindesalter ist lang. Mit unserer Übersicht über Kinderkrankheiten erheben wir keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit. Wir empfehlen dir, dich zusätzlich in die Thematik einzulesen, bei Unpässlichkeiten deines Kindes grundsätzlich auf dein Bauchgefühl zu vertrauen und bei Unsicherheiten umgehend den Kinderarzt zu kontaktieren.

Die meisten Kinderkrankheiten treten vorwiegend im Kindesalter auf. Es kann aber auch vorkommen, dass sich Erwachsene anstecken. Erkrankt ein Erwachsener an einer Kinderkrankheit, ist dies eine ernst zu nehmende Sache, da die Auswirkungen bestimmter klassischer Kinderkrankheiten im Erwachsenenalter schwerwiegender sein können.

Wir wünschen deinem Kind und dir ein starkes Immunsystem!