Zahnen - Symptome für Babys Zähne

Im Alter von sechs bis acht Monaten bricht der erste Milchzahn durch, es folgen nach und nach weitere Zähnchen. Der Zahndurchbruch kann ganz unterschiedliche Beschwerden auslösen – manche scheinen auf den ersten Blick nichts mit den Zähnen zu tun zu haben:

Finger im Mund

Die ersten Beschwerden können sich schon zeigen, wenn die noch verborgenen Zähne nach der Geburt weiter wachsen und immer stärker Richtung Oberfläche drängen. Diesen Druck spüren viele Kinder schon etwa ab dem zweiten oder dritten Lebensmonat. Es spannt und juckt in ihrem Mund. Schon jetzt haben manche Babys häufig die Finger oder die ganze Faust im Mund. Unbewusst versuchen sie dadurch, den Druck durch Gegendruck zu lindern. Jeder Reiz in der Mundhöhle – ob Finger oder Spielzeug, Druck oder Schmerz – kurbelt die Speichelproduktion an.

Starkes Speicheln

Starkes Speicheln („Sabbern“) kann Hautausschläge mit sich bringen. Der mit Keimen angereicherte Speichel kann Urin und Stuhl so aggressiv machen, dass sich die zarte Haut am Po entzündet – trotz sorgfältigen Wickelns. 

Hochrote Bäckchen

Rund um den Mund, an Kinn und Wangen sind manche Babys rot und wund. Die typischen, hochroten Zahnungsbäckchen haben allerdings auch ihr Gutes: die verstärkte Durchblutung unterstützt den Zahndurchbruch, weil sie die Region optimal mit Nährstoffen versorgt und Stoffwechselprodukte möglichst schnell abtransportiert.

Ungewöhnlicher Windelinhalt

Mit Fingerchen, Fäustchen und allem anderen, was das Kind sich in den Mund steckt, gelangen Keime in die Mundhöhle und von dort aus in die Atemwege sowie in den Magen-Darm-Trakt, wo sie bei manchen Kindern Durchfall auslösen können. Mütter berichten von ungewöhnlich übel riechendem Windelinhalt während der Zahnungszeit. Doch nicht jedes Kind bekommt einen dünnen Stuhl. Auch Babys reagieren schon unterschiedlich auf Stress. Manche bekommen eine Darmträgheit, also Verstopfung.

Rote, trockene Hautflecken

Rote, trockene Hautflecken, die sich bei manchen kleinen Zahnern in den Gelenkbeugen zeigen, können auf eine Veranlagung zu neurodermitischen Hautveränderungen hindeuten. Fragen Sie im Zweifel immer Ihren Kinderarzt. Das sind keine Vorboten für chronische Probleme, sondern Zeichen für eine starke Belastungssituation wie es das Zahnen nun einmal ist. 

Reizbarkeit, Fieber, Atemwegsinfekt, Appetitmangel, unruhiger Schlaf und Hautausschläge

Manche Kinder haben auch Beschwerden, die man vorerst gar nicht mit dem Zahnen in Verbindung bringt: Reizbarkeit, Fieber, Atemwegsinfekte, Appetitmangel, unruhiger Schlaf und Hautauschläge. Ein Symptom bedingt häufig das andere.

Verdauungsstörungen

Darüber hinaus verändert sich um den sechsten Lebensmonat die Funktion des Verdauungsapparates. Der Speiseplan des Babys, das bis dahin nur flüssige Nahrung enthielt, wird durch feste Nahrung ergänzt. Diese Veränderung führt oftmals zu Verdauungsstörungen. Die ersten Zähnchen und neue Nahrung können das Baby sehr belasten.